Weshalb werden die Schwimmersportler in Schortens von der Politik und Verwaltung ausgebremst?


Aufs Abstellgleis geschoben, fühlen sich derzeit die Schwimmsportler des Heidmühler FC. Seit einem halben Jahr, ruht virusbedingt nicht nur der Übungsbetrieb der Schwimmsportler, sondern auch die allg. Schwimmförderung für über 100 Kinder und Jugendliche im Hallenbad.

Nachdem die Wettkampfathleten im Sommer das Freibad in Jever für ihren eingeschränkten Übungsbetrieb nutzen durften, stehen auch diese, nach dem Ende der Badesaison, wieder auf dem Trockenen.

Dabei war der HFC Vereinsvorstand rechtzeitig bei der Stadt Schortens vorstellig geworden um mit der Vertreterin des Bürgermeisters und dem Bäderbetriebsleiter, das vom Deutschen Schwimmverband bundesweit erarbeitete, und von den Landesregierungen akzeptierte, Übungs- und Hygienekonzept vorzustellen, um eine Öffnung des Schortenser Bades in kleinen und mit weiteren Phasen letztendlich für alle eine Öffnung, unter Corona-Bedingungen, wieder zu erreichen. Bei einer Begehung des Hallenbades wurde das Konzept, unter Einbeziehung der DLRG, OG Schortens-Jever, auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt. Aufgrund der geführten Gespräche, getroffener Absprachen und positiver Signale aus der Verwaltung, gingen die Vereinsvertreter davon aus, dass einer Fortsetzung des Übungsbetriebs keine Hindernisse erwachsen würden und auch wieder ein Sportangebot in der Schwimmförderung, in einer 2. und 3. Phase gemacht werden könnte. Mit einer Vorlage des Konzeptes im VA der Stadt und deren Empfehlung, sollte die letzte Hürde zum Stadtrat übersprungen und die Öffnung des Bades erreicht werden.

Umso enttäuschter ist man nun, dass der VA, sprich die Politik, den Antrag in eine weitere Warteschleife geschoben hat, mit der Begründung des Begegnungsverkehrs und weiterer Organisationen im Bad zu prüfen. Da das Konzept der Schwimmsportler gar keinen Begegnungsverkehr vorsieht und von den Sportlern keine Kassenautomaten bedienen werden müssen, da sie in geschlossenen Sportgruppen das Bad betreten und wieder verlassen, liegt die Vermutung nahe, dass das Konzept von den Ausschussmitgliedern nicht zur Kenntnis, bzw. komplett gelesen wurde und es nun zum Anlass genommen wird langsam die ganzheitliche Öffnung zu betrachten und anzuschieben.

Für das was seit Wochen in der Stadt Wilhelmshaven und ganzheitlich mit Schul-, Vereins- und Publikumsbetrieb in der Stadt Varel, ab der kommenden Woche, auch hier, dank der Mitwirkung und Einbeziehung der örtlichen Vereine wieder praktiziert werden kann, wurde dort langfristig geplant und von den Gremien der Stadt Schortens schlichtweg verschlafen. Dass jetzt die Vereine und letztendlich auch die Schulen ausgesperrt bleiben sollen, bis ein ganzheitliches Konzept zur Zufriedenheit der politischen Ausschüsse vorliegt, ist für das jüngste und modernste Bad des Kreises nicht nachvollziehbar.

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Erstaunt waren die Sportler nun aber letztendlich, als sie die Antwort der Verwaltung auf eine Nachfrage wegen der Absage zur Nutzung erhielten. Hier heißt es: Von eurer Seite sind keine weiteren Vorleistungen nötig.

Nun fragt man sich weshalb sie weiterhin vor verschlossenen Türen eines betriebsbereiten Bades stehen und wo die Macher bei der Stadt und Politik zu finden sind, die bereit sind, auch einer Rückkehr in kleinen Schritten zu einem, unter Corona-Bedingungen, „Normalbetrieb“ zuzustimmen, ohne das seit Wochen verschlafene Gesamtkonzept zu sehen?